Maastricht im Winter

Mini-Metropole in Holland

Fast so viele Sterne-Restaurants wie Köln. Annähernd so zahlreiche Besucher wie Amsterdam. Und die mehrfache Auszeichnung als attraktivste Einkaufsstadt der Niederlande. Das sind für eine Stadt mit 120.000 Einwohnern schon fast überirdische Errungenschaften. Doch die Mini-Metropole an der Maas besitzt auch Qualitäten, denen nur das Attribut „unterirdisch“ gerecht wird. Und selbst auf diese ist Maastricht mit Recht stolz.

Nahe der Innenstadt nämlich – gut erreichbar mit den Booten der Rederei Stiphout – befindet sich der St. Pietersberg. Dieser Hügel wurde seit dem 16. Jahrhundert ausgehöhlt, weil er aus kostbarem Mergelgestein besteht, das u.a. für den Bau des Kölner Doms eingesetzt wurde. Zurückgeblieben ist ein Grottensystem, das aus rund 20.000 Gängen mit einer Gesamtlänge von 180 Kilometern besteht.

Unterirdische Geheimnisse
Die seit 1974 unter Schutz stehenden Grotten haben über die Jahrhunderte hinweg einen reichhaltigen Fundus an Geschichten und Anekdoten aufgebaut, die sie in Form von Wandmalereien vielerorts preisgeben. Im schummrigen Licht von Gaslaternen und Taschenlampen erzählt ein Team aus 40 Führern weitere Geschichten: Zum Beispiel, dass Napoleon die Grotten mit seiner Anwesenheit beehrt hat. Dass während des Zweiten Weltkriegs Kunstschätze wie Rembrandts Nachtwache hier aufbewahrt wurden. Und dass nicht weniger als 15 Fledermausarten die beständig neun bis zehn Grad warmen Grotten als Winterbehausung schätzen.

Deutlich frostiger geht es unterdessen in der Stadt zu: Unter dem Titel „Magisches Maastricht“ stehen weite Teile der City im Zeichen von Weihnachten und Winter. Ganze Straßenzüge und Brücken sind festlich illuminiert. Die größeren Plätze sind erstmalig durch Lichterketten miteinander verbunden. Auf dem Vrijthof lockt ein Weihnachtsmarkt mit einer 800 Quadratmeter großen Eislaufbahn. Nebenan werden in einem gekühlten Zelt Eisskulpturen geschnitzt, die allesamt dem berühmtesten Sohn der Stadt gewidmet werden: „Walzerkönig“ André Rieu.

Weihnachtsmarkt bis ins neue Jahr geöffnet
Im neuen Einkaufszentrum „Mosae Forum“ befindet sich direkt am Fluss eine weitere Eislaufbahn. Die 400 Quadratmeter große Fläche ist sogar wetterfest überdacht. All diese Attraktionen öffnen am 3. Dezember – und anders als in Deutschland werden sie nicht vor Weihnachten schon wieder abgebaut, sondern buhlen bis zum 2. Januar 2011 um Aufmerksamkeit. Also auch „zwischen den Tagen“, wenn die ganze Familie frei hat und die Lust auf einen Ausflug besonders groß ist.

Exzellente Einkaufsmöglichkeiten
Die ohnehin exzellenten Einkaufsmöglichkeiten in der historischen Innenstadt sind in den Wochen vor Weihnachten besonders attraktiv: Abgesehen vom 2. Weihnachtstag nämlich sind die Geschäfte an allen Sonntagen bis einschließlich 2. Januar geöffnet (ab 12 Uhr). Hinzu kommen „Shopping-Abende“ an den Samstagen (4., 11. und 18. Dezember, jeweils bis 20 Uhr).

Blieben noch die stilvollen Boutique- und Designhotels. Das Townhouse Hotel etwa wurde in 2009 für das beste neue Konzept ausgezeichnet. Die Lobby befindet sich in einem küchenähnlichen Ambiente – weil dies der Ort ist, den Menschen nach ihrer Rückkehr ins eigene Haus zumeist als erstes aufsuchen. Diese Wohlfühlzone geht in eine Art Riesenwohnzimmer über. Versteht sich, dass die Zimmer (von „S“ bis „XL“) ebenso behaglich wie originell eingerichtet sind. Etwas klassischer gibt sich das Eden Design Hotel: Exklusive Möbel unter anderem von Philipp Stark und Minotti, Laminat und großformatige Kunst-Fotographien über den Betten geben dem Interieur eine charakteristische Note. Die Lage mitten im Trend-Viertel Wyck ist unübertroffen.

Weitere Informationen:

www.niederlande.de/stadt
www.vvv-maastricht.eu
www.magischesmaastricht.nl